Eislaufschuhe sollten

passen
Zu groß gekaufte oder zu klein gewordene Eislaufschuhe geben keinen Halt und verursachen Blasen und andere Verletzungen. Größenverstellbare Schuhe mögen vor allem bei schnell wachsenden Kindern praktisch erscheinen und preiswert sein, jedoch sind durch die Größenverstellbarkeit die richtigen Verhältnisse zwischen Eisen, Schuh und Innenschuh nicht gegeben.
um den Knöchel guten Halt bieten
Knickt der Läufer beim Stehen oder Gehen nach innen oder außen, ist der Schuh zu weich (oder wenn gebraucht, kaputt). Ein solcher Schuh stellt eine Verletzungsgefahr im Knöchelbereich dar und mindert das Eislaufvergnügen erheblich!
scharfe Kanten haben
Werden die Eisen nicht regelmäßig geschliffen, rutscht der Läufer (genau wie beim Schifahren) in alle Richtungen weg und verliert so die Kontrolle über seine Sportgeräte. Streift man vorsichtig mit dem Finger über die Kufen und spürt dabei unzählige Unebenheiten (Scharten), ist dies ein sicheres Zeichen dafür, dass die Schuhe einen neuen Schliff brauchen. Auch fabriksneue Schuhe gehören meist geschliffen (oft haben sie gar keinen Schliff oder die Kanten sind so scharf, dass nicht einmal der geübteste Läufer damit bremsen kann)! An den meisten Eisbahnen findet man erfahrenes Fachpersonal, das gerne berät und Schleifservice anbietet.
vor allem bei Anfängern Zacken haben
Hockey-Eisen haben “kein Ende”. Ungeübte Läufer landen bei einem Sturz leicht auf dem Hinterkopf, oder auf den Handgelenken!
Bewegungsfreiheit bieten
Eislaufschuhe sind keine Schischuhe (auch wenn so manche danach aussehen)! Der Läufer muss sowohl ins Knie gehen als auch die Knie durchstrecken können.
nicht aus Plastik sondern aus Leder sein – Leider wird in die Entwicklung von Eislaufschuhen, vor allem für den Hobbybereich, nicht so viel Geld investiert wie in die Entwicklung von Inline Skates. Deshalb bieten Plastikschuhe meist weder Bewegungsfreiheit noch ein geeignetes Eisen.
Wir empfehlen
Für all diejenigen, die regelmäßig Eislaufen gehen, lohnt sich die Anschaffung eines Qualitätseislaufschuhes (Kinder ca. €70-100, Erwachsene ca. €150). Solche Schuhe findet man am Besten in den Eissportboutiquen direkt an den Eisbahnen. Es gibt dort auch oft gute gebrauchte Modelle zu kaufen. Gebrauchte Schuhe werden auch, wenn in gutem Zustand, in Kommission genommen.
Für all die anderen, die nur ab und zu einen Eislaufplatz aufsuchen, empfehlen wir das Leihservice an den Eisbahnen. Man kommt so vergleichsweise sehr günstig an Qualitätsmodelle!
Kleidung
Handschuhe sollten immer getragen werden. Aufgerauhtes Eis verursacht bei Stürzen Schürfwunden. Weiters schützen Handschuhe vor Schnittwunden durch scharfe Kufen. Normale Wollhandschuhe, die den Fingern Freiraum zum Greifen lassen, sind empfehlenswert. Hauben bzw. Stirnbänder sind ein guter Schutz (Dämpfer) bei Stürzen auf den Kopf. Jedoch ist es in manchen Hallen fast zu warm für Kopfbedeckung. Bewegungsfreiheit ist auch bei der Kleidung sehr wichtig. Man muss hier eindeutig zwischen Freiluftbahn und Halle unterscheiden. Während auf einer Freiluftbahn Winterbekleidung, wie Schianzüge witterungsbedingt oft notwendig ist, reicht in Hallen eine dehnbare Baumwollhose und ein dicker Pullover (z.B.: Fleece) vollkommen aus. Falls die Kinder durch Stürze und Spielen nass werden, ist es eine gute Idee eine zweite Hose mitzunehmen

EIN LEBEN FÜR DEN EISLAUFSPORT

Zu Ehren seines langjährigen Mitgliedes und großen Eissportlers HELLMUT SEIBT, der sein Leben lang dem Eissport verbunden war,
führt der EISSPORT-KLUB ENGELMANN (EKE) alljährlich im Februar das
HELLMUT-SEIBT-GEDÄCHTNISLAUFEN
für junge Eiskunstläufer/innen und Eistanzpaare durch.

Die folgenden Zeilen sollen allen Teilnehmern zeigen, welch hervorragender Sportler er war.
Hellmut Seibt wurde am 25. Juni 1929 in Wien geboren. Eher zufällig – nach einer Lungenentzündung sollte er viel Bewegung in frischer Luft machen – kam er schon im Alter von 4 Jahren beim “Engelmann” in Hernals zum Eislaufsport. Schon bald wurde von Rudolf Kutzer sein Talent erkannt und gefördert. Auch Karl Schäfer bemühte sich um ihn und so stellten sich erste Erfolge ein.

Die Kriegsjahre störten natürlich seine sportliche Entwicklung sehr. Aber schon 1946 finden wir Hellmut Seibt – nunmehr für den inzwischen entstandenen EKE startend – bei den Österreichischen Staatsmeisterschaften auf dem 4. Platz beim Einzellaufen und mit seiner Partnerin Susi Giebisch auf dem 2. Platz beim Paarlaufen. Mit großem persönlichen Einsatz, einem Trainingsaufenthalt in den USA und – nicht zuletzt – mit Hilfe von Inge Lind-Solar gelingt ihm eine steile sportliche Karriere:

Drei STAATSMEISTERTITEL hintereinander erringt Hellmut Seibt in den Jahren 1950 bis 1952,
EUROPAMEISTER wird er in den Jahren 1951 und 1952, bei den
WELTMEISTERSCHAFTEN 1951 erkämpft er die BRONZEMEDAILLE und bei den
OLYMPISCHEN WINTERSPIELEN 1952 in Oslo gewinnt er die SILBERMEDAILLE.

Danach beendet Hellmut Seibt seine Amateurlaufbahn wird für drei Jahre Mitglied der Wiener Eisrevue.

Im März 1956 heiratet er Inge Regner, die – wie sollte es anders sein ? – ebenfalls Eiskunstläuferin ist und auch dem EKE angehört.

Nach seinem Engagement bei der Wiener Eisrevue startet Hellmut Seibt eine höchst erfolgreiche Trainertätigkeit.

In Wien betreute er viele sehr erfolgreiche Läuferinnen und Läufer wie Hanna Eigel, Regine Heitzer, Trixi Schuba (1955-1962), Evelyn Rossoukhi-Schneider, Christa Jorda, Sissy Zehetmayer, Günther Anderl, Gerhard Hubmann, Roland Koppelent, Peter Jonas sowie Claudia und Helmut Kristofics-Binder und das Paar Hinko-Döpfl.

Von 1962-1967 war er in Düsseldorf tätig und trainierte dort u.a. Petra Ruhrmann, Dagmar Lurz und Uschi Kessler, die heute allseits bekannte Choreographin von Läufer/innen der Weltspitze.

Die Weltmeisterschaften in Dortmund und in Köln wurden unter seiner Leitung sehr erfolgreich durchgeführt.

Danach war Hellmut Seibt von 1967-1972 in Mailand Bundestrainer und führte dort Rita Trapanese vom 16. auf den 2. Platz bei den Europameisterschaften.

Auch in Österreich war Hellmut Seibt lange Zeit Bundestrainer, ehe er 1992 viel zu früh aus dem Leben gerissen wurde.

Wir wünschen allen Eisläuferinnen und Eisläufern viel Erfolg und dass sie sich vom Vorbild des Hellmut Seibt zu hervorragenden Leistungen anregen lassen.

Eissport – Klub Engelmann
Organisator: Helmut Sieber